GEHEIME LEBEN

 

Die Fotos entstanden zwischen 1970 und 1980 in Ibiza und wurden seinerzeit nach und nach in der Galerie SECRET LIVES in Eivissa D'Alt Vila ausgestellt. Mit schwachem Echo. Fotorealismus als Gegengewicht zur vorherrschenden abstrakten Malerei war geduldet. Fotografie ohne künstlerische Nachbearbeitung, zumal mit schwer deutbarem Sujet, fand kaum Anklang.

Die Sammlung illustriert die Story um die vier Protagonisten der kürzlich publizierten Romane SNAKIE – DIANA und SNAKIE – BILLY. Im Fokus stehen zwei gegensätzliche Jungen aus Salamanca, Spanien, und Wyoming, USA. Sie müssen sich buchstäblich zusammenraufen, um akzeptieren zu können, daß sie Halbbrüder sind. Auch ihr unmännlicher Drang, sich passiv überwältigen zu lassen, macht ihnen zu schaffen. Die Denkansätze der Hippie-Ära und die Abgeschiedenheit einer Mittelmeerinsel bieten ihnen später das Werkzeug, ihre sonderbaren Begehrlichkeiten in meditativem Verharren zu legitimieren. Körperliche Beweglichkeit stillzulegen, damit der Geist ungestört die Flügel auszubreiten vermag, ist eine seit dem Altertum bekannte Methode, die die jungen Männer gründlich erforschen. Das Studium der Quellen fernöstlicher Weisheit schafft die intellektuelle Basis.

 

Harmloses Rangeln in einer Mischung aus Jiu-Jitsu und Freistilringen ist Billys und Manuels täglicher Sport. Unter der mediterranen Sonne kämpfen sie wie die alten Griechen ohne einen Faden am Leib. Da sie, vom Tag abhängend, mehr oder weniger gleichstark sind, gehen Sieg und Niederlage fließend ineinander über. Steht das Match unentschieden, wird ausgewürfelt, wer Ukes Rolle spielt und sich dem anderen für den Rest des Tages zu beugen hat. Der dominierende Tori hüllt sich in schwarzes Leder, Uke trägt Jeans oder bleibt nackt. Daß auch dies austauschbar ist, dokumentieren die Bilder jener unbeschwerten Jahre. Der folgende Videoclip mag Leuten mit wenig Zeit als Preview genügen.

Die Fotos entstanden zwischen 1970 und 1980 in Ibiza und wurden seinerzeit nach und nach in der Galerie SECRET LIVES in Eivissa D'Alt Vila ausgestellt. Mit schwachem Echo. Fotorealismus als Gegengewicht zur vorherrschenden abstrakten Malerei war geduldet. Fotografie ohne künstlerische Nachbearbeitung, zumal mit schwer deutbarem Sujet, fand kaum Anklang.

 

Die Sammlung illustriert die Story um die vier Protagonisten der kürzlich publizierten Romane SNAKIE – DIANA und SNAKIE – BILLY. Im Fokus stehen zwei gegensätzliche Jungen aus Salamanca, Spanien, und Wyoming, USA. Sie müssen sich buchstäblich zusammenraufen, um akzeptieren zu können, daß sie Halbbrüder sind. Auch ihr unmännlicher Drang, sich passiv überwältigen zu lassen, macht ihnen zu schaffen. Die Denkansätze der Hippie-Ära und die Abgeschiedenheit einer Mittelmeerinsel bieten ihnen später das Werkzeug, ihre sonderbaren Begehrlichkeiten in meditativem Verharren zu legitimieren. Körperliche Beweglichkeit stillzulegen, damit der Geist ungestört die Flügel auszubreiten vermag, ist eine seit dem Altertum bekannte Methode, die die jungen Männer gründlich erforschen. Das Studium der Quellen fernöstlicher Weisheit schafft die intellektuelle Basis.

 

Harmloses Rangeln in einer Mischung aus Jiu-Jitsu und Freistilringen ist Billys und Manuels täglicher Sport. Unter der mediterranen Sonne kämpfen sie wie die alten Griechen ohne einen Faden am Leib. Da sie gleichstark sind, gehen Sieg und Niederlage fließend ineinander über. Steht das Match unentschieden, wird ausgewürfelt, wer Uke spielt und sich dem anderen für den Rest des Tages zu beugen hat. Der dominierende Tori hüllt sich in schwarzes Leder, Uke trägt Jeans oder bleibt nackt. Daß auch dies austauschbar ist, dokumentieren die Bilder jener unbeschwerten Jahre. Ergänzt wird die Sammlung durch Schnappschüsse aus nachträglich produziertem Videomaterial (in Vorbereitung). Einige Clips wurden auf Youtube veröffentlicht (Suchwort <MEDITATIVE BONDAGE>).         

 

Diana und Virginia mischen sich In die Spiele ihrer Lebensgefährten nicht ein. Sollen die Jungs ruhig Dampf ablassen! Im Bett verhalten sie sich dann wie Samt und Seide. Die Mädchen sind auf Softies eingeschworen. Nicht auf Machos. Mit männlicher Passivität haben sie kein Problem.

 

Jenes einzigartige Ibiza, gekennzeichnet durch ein reiches künstlerisches Schaffen, hatte gegen die Profitgier von Discoszene, Drogen und Spaßtourismus keine Zukunft. Einige der alten Garde klammern sich noch verbissen nostalgisch am Gewesenen fest. Dazu paßt Adorno, der Ibiza gewiß nur aus den Briefen Walter Benjamins kannte: „Es gibt kein richtiges Leben im falschen.“ *)

 

Billy und Manuel lieben Lederklamotten. Als Ausdruck ihres narzißtischen Ego und ihrer Lebensfreude paßt es zur Hippiezeit und zur Rockmusik. Aber das Vergnügen an engen Lederhosen vergeht den beiden Jungs, als die Homosexuellenszene schwarzes Leder zu ihrem Emblem kürt.

 

Im noch in Arbeit befindlichen letzten Band von SNAKIE werden Manuel und Billy fern des Mittelmeers und jenseits der Lebensmitte sich mit ihren Eigenheiten in einer völlig veränderten Welt zu behaupten versuchen.

 

*) Theodor W. Adorno: Minima Moralia. Reflexionen aus dem beschädigten Leben. Berlin, Frankfurt am Main, 1950

 

Ergänzt wird die Sammlung durch Schnappschüsse aus nachträglich produziertem Videomaterial (in Vorbereitung).        

 

Diana und Virginia mischen sich in die Spiele ihrer Lebensgefährten nicht ein. Sollen die Jungs ruhig Dampf ablassen! Im Bett verhalten sie sich dann wie Samt und Seide. Die Mädchen sind auf Softies eingeschworen. Nicht auf Machos. Mit männlicher Passivität haben sie kein Problem.

 

Jene einzigartige Insel unter mittelmeerischer Sonne begünstigte in der Hippi-Ära ein reiches künstlerisches Schaffen, bevor die Profitgier in Discoszene, Drogen-Milieu und Spaßtourismus andere Saiten aufzog. Einige der alten Garde klammern sich noch immer verbissen nostalgisch am Gewesenen fest. Dazu paßt Adorno, der Ibiza gewiß nur aus den Briefen Walter Benjamins kannte: „Es gibt kein richtiges Leben im falschen.“ *)

 

Billy und Manuel lieben Lederklamotten. Als Ausdruck ihres narzißtischen Egos und ihrer Lebensfreude paßt es zur Hippiezeit und zur Rockmusik. Aber das Vergnügen an engen Lederhosen vergeht den beiden Jungs, als die Homosexuellenszene schwarzes Leder zu ihrem Emblem kürt.

Im noch in Arbeit befindlichen letzten Band von SNAKIE werden Manuel und Billy fern des Mittelmeers und jenseits der Lebensmitte sich mit ihren Eigenheiten in einer völlig veränderten Welt zu behaupten versuchen.

 

*) Theodor W. Adorno: Minima Moralia. Reflexionen aus dem beschädigten Leben. Berlin, Frankfurt am Main, 1950

 

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